Ein ziehender Schmerz an der Aussenseite des Ellenbogens, der bei jeder Bewegung schlimmer wird?
Das könnte ein sogenannter Tennisarm sein – medizinisch korrekt bezeichnet als Epicondylitis lateralis.
Neben Physiotherapie, aktiven Übungen und gezielter Belastungssteuerung hat sich das Kinesio-Taping als wirkungsvolle Ergänzung in der Behandlung bewährt.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie sich eine Epicondylitis lateralis tapen lässt, wann das sinnvoll ist – und was Sie zusätzlich tun können.
Ein Tennisarm, medizinisch Epicondylitis lateralis, entsteht durch eine Überlastung der Sehnenansätze der Unterarmstreckmuskulatur.
Die Beschwerden treten typischerweise auf der Aussenseite des Ellenbogens auf – oft durch wiederholte Bewegungen im Alltag, Beruf oder Sport.
Das Tapen einer Epicondylitis lateralis erfolgt in der Regel entlang der Unterarmstreckmuskulatur – mit gezielter Entlastung der Sehnenansätze.
Je nach Tape-Technik können wir:
Unsere speziell geschulten Therapeut:innen passen das Tape individuell an – je nach Schmerzlokalisation, Aktivitätslevel und Muskelspannung.
Ob als kurzfristige Entlastung oder als Teil eines ganzheitlichen Behandlungsplans:
Das Tapen bei Epicondylitis lateralis kann Schmerzen reduzieren, die Heilung fördern und Ihnen im Alltag spürbare Erleichterung bringen.
Ein Kinesio-Tape wirkt beim Tennisarm mechanisch und neurophysiologisch. Durch das elastische Material und eine spezielle Anlagetechnik wird die Haut bei Bewegung minimal angehoben. Dies entlastet die gereizten Sehnenansätze der Streckmuskulatur am Ellenbogen, fördert die Durchblutung und den Lymphabfluss. Der Druck auf die Schmerzrezeptoren nimmt ab, wodurch Schmerzen oft sofort gelindert werden und die Bewegung wieder leichter fällt.
Da sich der Schmerzpunkt an der Aussenseite des Ellenbogens befindet, ist das fehlerfreie Anlegen mit nur einer Hand (insbesondere unter dem richtigen Zug) schwierig. Für eine optimale Wirkung sollte die erste Anlage von einem erfahrenen Physiotherapeuten durchgeführt werden. Er kann Ihnen zeigen, wie Sie oder ein Partner das Tape im Alltag korrekt erneuern.
Ein qualitativ hochwertiges Kinesio-Tape kann in der Regel 4 bis 7 Tage auf der Haut verbleiben. Es ist wasserfest, sodass Duschen oder Schwimmen kein Problem darstellt. Nach dem Duschen sollte das Tape lediglich vorsichtig trocken getupft und nicht gerieben werden. Sobald sich die Enden stark ablösen oder die Haut anfängt zu jucken, sollte das Tape vorsichtig entfernt werden.
Aus rein materialtechnischer Sicht sind alle Farben identisch in ihrer Elastizität und Klebekraft. In der Kinesiologie wird jedoch oft mit der Farblehre gearbeitet: Blau steht für Kühlung und Beruhigung (ideal bei akuten, heissen Entzündungen), während Rot/Pink die Durchblutung und Aktivierung anregen soll (häufig bei chronischen Beschwerden genutzt). Wählen Sie im Zweifel einfach die Farbe, mit der Sie sich am wohlsten fühlen.
Nein, das Taping ist eine hervorragende unterstützende Massnahme, aber keine eigenständige Heilmethode. Es lindert die Symptome im Alltag und beim Sport, bekämpft jedoch nicht die Ursache (meist eine Überlastung oder Fehlhaltung). Für eine nachhaltige Heilung der Epicondylitis lateralis ist eine gezielte Physiotherapie, kombiniert mit exzentrischem Training, manueller Therapie oder einer Stosswellentherapie, unerlässlich.
Wir bei PhysioART Basel beraten Sie individuell und zeigen Ihnen, wie Kinesio-Taping richtig angewendet wird – als Teil einer ganzheitlichen Behandlung Ihres Tennisarms.
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